Musik kann in der Trauer etwas ausdrücken, wofür Worte oft nicht ausreichen. Sie spendet Trost, weckt Erinnerungen und schafft einen würdevollen Rahmen für den Abschied. Viele Hinterbliebene suchen daher Lieder, die dem Verstorbenen nahestanden oder die eigene Trauer sanft widerspiegeln.
In diesem Artikel finden Sie 33 Trauerlieder zur Beerdigung, die häufig und passend gewählt werden. Wir haben sie in drei Kategorien unterteilt, damit Sie leichter die richtige Stimmung für die Trauerfeier finden. Die Auswahl reicht von traditionellen kirchlichen Liedern über zeitlose klassische Stücke bis hin zu modernen, emotionalen Songs.
Traditionelle und geistliche Trauerlieder (kirchlich) zur Beerdigung
Diese Lieder bieten Trost durch ihren Glauben und ihre Vertrautheit – ideal für kirchliche Trauerfeiern.
- Ave Maria – Franz Schubert
- So nimm denn meine Hände – traditionell
- Befiehl du deine Wege – Paul Gerhardt
- Großer Gott, wir loben dich – traditionell
- Nun danket alle Gott – Martin Rinckart
- Näher, mein Gott, zu dir – traditionell
- Panis Angelicus – César Franck
- Pie Jesu – Andrew Lloyd Webber
- Amazing Grace – traditionell (deutsch: „Erstaunliche Gnade“)
- Der Herr ist mein Hirte (Psalm 23) – verschiedene Vertonungen
Klassische und instrumentale Trauerstücke zur Beerdigung
Reine Instrumentalmusik wirkt oft besonders erhaben und lässt Raum für eigene Gedanken – perfekt während der Beisetzung oder des Auszugs.
- Adagio in G-Moll – Tomaso Albinoni
- Canon in D – Johann Pachelbel
- Air (aus der Orchestersuite Nr. 3) – Johann Sebastian Bach
- Largo (aus der Sinfonie „Aus der Neuen Welt“) – Antonín Dvořák
- Clair de Lune – Claude Debussy
- Gymnopédie No. 1 – Erik Satie
- Adagio sostenuto (Mondscheinsonate) – Ludwig van Beethoven
- Nimrod (aus den Enigma-Variationen) – Edward Elgar
- Lacrimosa (aus dem Requiem) – Wolfgang Amadeus Mozart
- Schwanengesang – Franz Schubert
Moderne und populäre Trauerlieder zur Beerdigung
Diese Songs sprechen viele Menschen emotional an und sind besonders beliebt, wenn der Verstorbene moderne Musik mochte.
- Time to Say Goodbye – Andrea Bocelli & Sarah Brightman
- Hallelujah – Leonard Cohen (besonders die Version von Jeff Buckley)
- Tears in Heaven – Eric Clapton
- What a Wonderful World – Louis Armstrong
- Bridge Over Troubled Water – Simon & Garfunkel
- Let It Be – The Beatles
- You Raise Me Up – Josh Groban
- Über den Wolken – Reinhard Mey
- Der Weg – Herbert Grönemeyer
- Mensch – Herbert Grönemeyer
- Somewhere Over the Rainbow – Israel Kamakawiwoʻole
- Angels – Robbie Williams
- I Will Always Love You – Whitney Houston (Original von Dolly Parton)
Tipps zur Auswahl und Gestaltung der Trauermusik
- Persönliche Verbindung zuerst: Die stimmigsten Lieder sind meist die, die der Verstorbene selbst geliebt hat. Fragen Sie Familie und Freunde nach Lieblingssongs.
- Ablauf der Feier berücksichtigen: Ein ruhiges geistliches oder instrumentales Stück eignet sich gut zum Eingang oder während der Beisetzung. Ein moderner Song kann den Abschied emotional abrunden.
- Live oder Aufnahme? Live-Gesang oder -Musik (z. B. durch einen Sänger, Organisten oder Streichquartett) wirkt besonders persönlich und berührend. Gute Studioaufnahmen sind eine würdevolle und oft günstigere Alternative.
- Länge und Lautstärke: Die meisten Lieder dauern 3–5 Minuten. Achten Sie auf eine angemessene Lautstärke, damit die Musik tröstet und nicht überwältigt.
- Weitere Möglichkeiten: Kombinieren Sie Musik mit einem Gedicht, einer persönlichen Rede oder Momenten der Stille. Manche Familien erstellen eine kleine Playlist für den anschließenden Kaffee.
Die passenden Trauerlieder für die Beerdigung auswählen
Die richtige Musik kann eine Beerdigung zu einem sehr persönlichen, tröstlichen und würdevollen Abschied machen. Ob klassisch und erhaben, geistlich oder modern – entscheidend ist, dass die Lieder zum Leben und Charakter des Menschen passen, den Sie verabschieden.