
- Bossa Nova Brehmstraße 33a - Jörg Tilmes
Gastwirtin Sunay Lisboa hatte allen Grund zu strahlen: Am ersten Tag, an dem ihr neues Café Restaurant die Türen öffnete, lachte die Sonne über Düsseldorf. Ein gutes Omen für die Zukunft des Lokals? Fest steht, dass Sunay Lisboa nicht nur über ein sehr warmherziges, charmantes und gastfreundliches Wesen verfügt, sondern auch über jede Menge Erfahrung im Bereich des Führens eines Restaurants. Bevor sie jetzt das Bossa Nova an der Kreuzung Brehmstraße / Ecke Gruner Straße eröffnete, hatte sie 13 Jahre lang ein Lokal in Düsseldorfs Stadtteil Bilk. Als der Mietvertrag dort auslief, brach sie zu neuen Ufern auf und landete direkt am Zoopark in Düsseltal.
Das Bossa Nova: Kernsaniert vom neuen Holzdielenboden bis hin zur Deckenbeleuchtung
Das Bossa Nova fällt dort direkt ins Auge. Dem Eckhaus vorgelagert ist ein nahezu vollverglaster, eingeschossiger Pavillion. Dieser Vorbau bietet auf einer Ebene der Hochparterre einen ungehinderten Blick über das Kommen und Gehen rund um den Park. Vier Monate lang hat die Gastwirtin und Mutter dreier Kinder gemeinsam mit dem Vermieter das Lokal kernsaniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Hell und freundlich präsentieren sich die Räume des Bossa Nova. Moderne Polsterstühle in einem dezenten Orange stehen an hellen, naturbelassenen Holztischen: Diese Kombination wirkt ebenso gemütlich wie unaufdringlich.
Zur Inneneinrichtung des Bossa Nova
Dazu stehen Bodenvasen mit farblich zu den Stuhlpolstern passenden Pflanzen sowohl im Hauptschankraum als auch im Pavillon. Der Gast kehrt von der Brehmstraße aus in das Bossa Nova ein. Links vom Eingang fällt die Bar ins Auge, die mit einer reichhaltigen Auswahl an exotischen wie bekannten Alkoholika das Interesse für die Cocktails auf der Karte des brasilianischen Restaurants weckt. Die Anordnung der Tische ist gut gewählt: Der Gast und seine Freunde sitzen unter sich, sind aber auch Teil des Ganzen. Dies gilt auch für die Bestuhlung im Pavillon, dessen Fenster sich teilweise zur Seite schieben und den Frühsommer ins Lokal lassen.
Mittagstisch ab 8,50 Euro
Sunay Lisboa hat ein klares Konzept für ihr brasilianisches Restaurant. Sie will von zehn Uhr morgens an öffnen und ein landestypisches Frühstück mit viel Obst anbieten. Sie weiß nicht, ob dies in der an großen Büro- und Verwaltungsgebäuden armen Lage funktioniert, probiert es aber aus. Ein Tipp vielleicht für die Belegschaft des ARAG-Towers, zumindest in der Mittagspause im Bossa Nova vorbeizuschauen.
Auch Kaffee und Kuchen für die Nachmittagsbesucher des Zooparks stehen auf der Karte. Für den Abend bieten sich tolle Gerichte und eine Vielzahl von Cocktails an. So also Sunay Lisboas Konzept: Sie will die Business People ebenso ansprechen wie die Nachbarn und Kaffeetrinker, die Feinschmecker aus der benachbarten Villengegend ebenso wie die Party People, die Abwechslung zum gastronomischen Angebot der City suchen: Aber alles auf brasilianische Art.
Ein Blick auf die Karte des Bossa Nova: Suppen, Salate und Aperitivo
Sopas (Suppen) eröffnen die Karte des Restaurants: Eine Karotten-Süßkartoffelcremesuppe mit Cabanossi-Chips kostet 5,00 Euro. Eine Tomatencremesuppe kostet 5,50 Euro oder 6,50 Euro, wenn Flusskrebse oder gebeizter Lachs drin schwimmen. Falls der Gast Saladas (Salate) wünscht, gibt es Rucola mit gebratenen Birnen und Parmesan für 8,50 Euro. Salat Tropical bietet panierte Hühnerbruststreifen, Melone, Ananas und Orange. Als Vorspeisen stehen Serrano-Teller mit sonnengetrockneten Tomaten, Oliven und Brot für 9,50 Euro sowie Hausgebeizter Lachs auf Kartoffelrösti, Salatbouquet mit Honig-Senf-Dressing für elf Euro auf der Karte.
Treffen der Geschmacksrichtungen: Peixes ist Fisch und Carne ist Fleisch
Kabeljau gedünstet in Dijon-Senfsauce mit Gurkensalat und Püree (16,50Euro), Doradefilets vom Grill mit frischen Kräutern, Gemüse der Saison, Rosmarinkartoffeln (17,50 Euro) oder vier gebratene Gambas in Schale, gefüllt mit Koriander und Chili an Auberginenpüree mit Honig-Zitronensaft (19,50 Euro) stehen auf der Peixes- (Fisch-) Karte. Für Liebhaber von Düsseldorfer Kost bietet das Bossa Nova Wiener Schnitzel vom Kalb in Mandelhülle mit Kartoffeln (16,50 Euro), Düsseldorfer Senfrostbraten mit Speckböhnchen und Drillingen (19,80 Euro) sowie Lammkoteletts in Senf-Honig-Pecankruste mit Portweinsauce und Kartoffelgnocci an (19,50 Euro).
Bossa Nova verleiht Flügel: Die Geflügelkarte – Aves
Alternativ zu Putensteak in Curry-Fruchtsauce mit Basmatireis (13,50 Euro) oder Hähnchenbrustfilet an Basmatireis in Mango-Kokos-Koriandersauce (14,50 Euro) kann der Gast auch vegetarisch essen und zu Gemüse aus dem Wok (Sprossen, Teriakisauce / 9,50 Euro), einer Spinat-Kartoffellasagne mit Tomatenkompott (10,00 Euro) oder zu einer Ricotta-Frühlingsrolle auf Linsengemüse (10,50 Euro) greifen. Sobremas gefällig? Als Nachspeisen sind Pannacotta mit Caramel (5,50 Euro) oder ein Duett von Mousse au Chocolat mit Mango (6,50 Euro) erhältlich.
Beispiele aus der Spezialitätenkarte mit Häppchen, Speisen und Salaten
Zu den Häppchen zählen beispielsweise Coxinha De Galinha (Kartoffelteigbällchen mit Hähnchenfleisch gefüllt, 9,50 Euro) oder Quibe (gebratene Hackfleischröllchen mit Minze / 9,00 Euro). Calabreza Com Cebola (Räucherwurst mit Zwiebeln / 9,50 Euro) ist eine Vorspeise (Tira-Gosto). Als brasilianisches Nationalgericht gilt Feijoada: Saftiger Eintopf aus schwarzen Bohnen, geräucherter Fleischeinlage mit Reis, Farofa und Gemüsebeilage (13,00 Euro). Ein Rindersteak aus der Hüfte unter einem Spiegelei mit Reis und frittiertem Maniok nennt sich Bife a Cavalo und kostet 13,50 Euro.
Kluger Schachzug: Beliebtes Düsseldorfer Füchschen-Alt im Bossa Nova
Heissgetränke vom klassischen Kaffee (2,00 Euro) über den Espresso (Cafézinho / 2,00 Euro), Café Latte (2,60 Euro), Capuccino (2,30 Euro) oder Heißer Kakao mit Sahne (2,60 Euro) sind sehr günstige Angebote und laden zum Verweilen zwischendurch im gemütlichen Ambiente oder auf den geplanten Außenplätzen ein. Frucht und Gemüsesäfte sind ab 4,50 Euro zu haben; diverse Milchshakes ab 3,50 Euro. Jede Menge Alkoholfreies gibt es ab 2,00 Euro das Glas; ein Füchschen-Alt (0,25 Liter) schmeckt ab 1,80 Euro. Das Bossa Nova bietet aber auch Aperetifs, Liköre, Rum, Brandies und Cognac, Whiskey, Longdrinks, Daiquiris, Cocktails, Mojitos, Caipi-Frutta und alkoholfreie Biere und Cocktails sowie klassische Weine, Rosé, Rotweine und Sekt / Champagner.
Ideale Parkplatzsituation am Zoopark
Die Parkplatzsituation rund um das Bossa Nova ist ideal, denn auf der Gruner Straße gibt es fast gegenüber einen kostenfreien Parkplatz. Die ganze rechte Seite der Gruner Straße zwischen Brehmstraße und Mathildenstraße – vor dem Tennisclub TC 13 – bietet im weiteren Verlauf Parkbuchten. So bietet sich an, nach dem Essen einen Verdauungsspaziergang in den Zoopark zu machen oder einen Ausflug in den Zoopark dazu zu nutzen, auf einen Café in das Bossa Nova einzukehren. Vor allem im Hinblick auf die geschmackvoll moderne, aber auch ebenso unaufgeregte wie warmherzige Gestaltung des Café-Restaurants und deren sympathische Wirtin eine gute Empfehlung.
