Kuh auf der Flucht: Polizei fängt Fleischrind in Kirchweyhe ein

I'm walking... Ein Rind auf Abwegen - Fundraisingnetz / Maik Meid
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Ob es der Kuh zu bunt wurde, konnte noch nicht ermittelt werden. Ein Fleischrind flüchtete am 05.01.2011 aus seiner Herde und richtete allerhand Schaden an.

Am späten Vormittag des 05. Januars 2011 erreichte die Einsatzbeamten des Polizeikommissariats Weyhe ein tierischer Einsatz. Ein Fleischrind wollte offenbar einmal ganz allein hinaus in die weite Welt galoppieren und sprang beherzt über die Hofmauer seines Besitzers. Der Landwirt des Viehbetriebes aus Kirchweyhe eilte genau wie die Polizei dem entlaufenen Koloss hinterher.

Die Polizei Diepholz gibt bekannt, dass am 05. Januar 2011 in Weyhe / Kirchweyhe bei Bremen ein Rind ausgebrochen ist

Nach dem mutigen Sprung vom heimischen Gehöft überquerte das 300 Kilogramm schwere Fleischrind eine Bahnlinie. Es fühlte sich offenbar sehr wohl ohne seine vierzehn Freunde aus der Herde und marschierte schnellen Schrittes weiter. Die vier eingesetzten Polizeibeamten sowie der Besitzer konnten das Tier vorläufig lediglich begleiten und somit größeren Schaden vermeiden.

Weiter ging es durch viele Gärten. Dabei konnten Zäune, Pflanzen und Gartenmöbel das mutige Rindvieh nicht stoppen, sondern wurden beiseite gefegt. Im Wohnzimmer eines touchierten Hauses ging ein Fenster zu Bruch. Irgendwann war es dann vorbei mit dem wilden Treiben. Die Bewohner eines Hauses in der Geschwister-Scholl-Straße saßen gerade auf ihrem Sofa, als sie dem Fleischrind direkt in die Augen schauten. Es hatte sich in ihrem Garten beruhigt.

Ein Landwirt betäubte das Tier mit einem Blasrohr, anschließend ging es zurück nach Hause

Einem zusätzlich zur Hilfe gerufenen Landwirt gelang es, das Fleischrind kurzfristig mit einem Blasrohr zu betäuben. Nachdem der Ausreißer wieder etwas munterer war, konnte er unversehrt zurück in seinen Stall gebracht werden. Der entstandene Schaden von mehreren hundert Euro wird vom Besitzer übernommen.

Kühe brechen häufig aus und richten dabei viel Schaden an

Nicht immer geht es so glimpflich aus, wenn ein Rind sich aus dem Staub macht. So wurde ein Landwirt aus dem Sauerland im Mai 2009 schwer verletzt, als er wie jeden Morgen das Gatter seiner Weide schließen wollte. Bereits alle Tiere befanden sich auf dem Areal, als urplötzlich eine Kuh aus der Herde brach, zurück Richtung Tor raste und sich dabei mit voller Wucht gegen den Mann warf. Dieser wurde nach hinten zurück auf die Straße geschleudert und zog sich schwerste Kopfverletzungen zu.

In Waldkraiburg brach sogar eine eine hochträchtige Kuh in einen Güllekanal ein und musste hinterher wegen des Schrecks lange beruhigt werden. Manchmal sind die wild gewordenen Tiere leider auch gar nicht mehr zu retten. Vor einigen Jahren entwischte in Südhessen eine Galloway-Kuh ihrer Weide. Trotz aller Bemühungen ließ sich das Tier weder beruhigen noch einfangen. Als es dann auch noch zur Landesstraße stürmte, wurde es von einem Jäger erlegt, damit nicht noch Personen zu Schaden kamen.

Quelle: Polizeiinspektion Diepholz

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