Facebook schwächelt: viele Mitglieder sind unzufrieden

Zufriedenheit mit Facebook sinkt - C.v.Gerstenberg
Zufriedenheit mit Facebook sinkt - C.v.Gerstenberg
Am 24. Juli 2011 wurde bekannt, dass viele Nutzer mit Facebook unzufrieden sind. Bei der Kundenzufriedenheit landete das Netzwerk auf dem letzten Platz.

Weltweit hat Facebook inzwischen 750 Millionen Mitglieder - eine gigantische Zahl. Trotzdem sollte sich das größte soziale Netzwerk besser nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Wie eine aktuelle Studie zum Kundenzufriedenheitsranking in den USA ergab, landete Facebook in der Kategorie "Social Media" auf dem letzten Platz. Die Gründe sind schnell ausgemacht: Viele Nutzer finden das globale Netzwerk verwirrend und ärgern sich über ständige Neuerungen der Benutzeroberflächen. Ein weiterer Punkt, der so manchen User nervt: zu viel Werbung. Über die Hintergründe erfahren Sie mehr in diesem Artikel.

Die Schwächen von Facebook: zu viel Werbung, wenig intuitiv, ständige Änderungen

Hat Facebook seine besten Zeiten bereits hinter sich? Fast könnte man das glauben, wenn man die Ergebnisse der aktuellen amerikanischen Studie aufmerksam studiert. In den USA schnitt das soziale Netzwerk in der neuesten Studie zur aktuellen Kundenzufriedenheit erstaunlich schlecht ab. Von hundert möglichen Punkten erzielte Facebook gerade einmal 66 und landete damit in der Kategorie "Social Media" auf dem blamablen letzten Platz. Führend in diesem Bereich ist mit 78 Punkten Wikipedia, dicht gefolgt von YouTube mit 74 Punkten. Die Gründe für den Abstieg von Facebook sind bekannt. Viele Nutzer halten das soziale Netzwerk in Bezug auf die Bedienung für verwirrend und zu wenig intuitiv. Auch die häufigen Änderungen der Benutzeroberfläche finden viele Mitglieder nervig. Ein weiterer Kritikpunkt: jede Menge Werbung, die ein Facebook-Nutzer über sich ergehen lassen muss, sofern er keinen Werbeblocker installiert hat.

Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass Facebook im Gesamtranking der aktuellen Studie unter insgesamt 226 Unternehmen aus sämtlichen Wirtschaftssektoren unter den letzten fünfzehn landete. Zum Vergleich: Eine größere Kundenunzufriedenheit der US-Bürger konnten die Meinungsforscher nur bei den traditionell schlecht bewerteten Kabelanbietern, Fluglinien und Energieunternehmen ermitteln. Generell ist die Unzufriedenheit laut Studie in denjenigen Sektoren am größten, in denen Unternehmen Dienste anbieten, zu denen es kaum Alternativen gibt. Anscheinend schätzen viele Kunden die Abhängigkeit von solchen Firmen gar nicht.

Überholt Konkurrent Google+ langfristig den Netzwerkgiganten Facebook?

Es sind nicht die ersten nachdenklich stimmenden Nachrichten im Zusammenhang mit Facebook. Bereits Anfang Juni 2011 wurde bekannt, dass das führende soziale Netzwerk weltweit niedrigere Mitgliederzahlen und ein geringeres Wachstum zu verzeichnen hat. Obwohl Facebook auf der ganzen Welt über 750 Millionen Nutzer verfügt und nach wie vor unangefochten auf Platz eins der sozialen Netzwerke rangiert, gehen in wichtigen Ländern wie den USA und Kanada die Mitgliederzahlen inzwischen zurück. Sogar das durchschnittliche Wachstum im weltweiten Maßstab verlangsamte sich. Auch wenn sich der Userschwund derzeit noch in verschmerzbaren Grenzen hält, gehen Analysten davon aus, dass das Unternehmen seine Expansionsgrenzen inzwischen erreicht hat. Der große Facebook-Hype ist, so scheint es, vorbei.

Zudem ist Facebook Ende Juni 2011 mit Google+ ein ernstzunehmender Konkurrent entstanden. Google+ verfügt derzeit zwar erst über zwanzig Millionen Mitglieder, könnte langfristig gesehen Facebook aber durchaus den Rang ablaufen. Zudem positioniert sich das neue soziale Netzwerk des Suchmaschinengiganten sehr klar gegenüber Facebook. Für das bisher so erfolgreiche Zuckerberg-Imperium scheinen harte Zeiten anzubrechen.

Quellen: spiegel.de, nzz.ch

Die Autorin in Portugal, C.v.Gerstenberg

Dr. Claudia von Gerstenberg - | Dr. phil. | mit den Schwerpunkten Essen & Trinken: bedeutet für mich Genuss, Lebensfreude und Sinnlichkeit. Deshalb bin ich ...

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