Die winterliche Kälte behält uns in den nächsten Tagen im Griff

Der Frost hat uns im Griff - Gerd Altmann/Pixelio
Der Frost hat uns im Griff - Gerd Altmann/Pixelio
Am 27. Januar 2012 teilte der Deutsche Wetterdienst mit, dass uns das russische Hoch wahrscheinlich noch viel Kaltluft bringt. Wird es noch richtig kalt?

Über Russland liegt zur Zeit ein immer kräftiger werdendes Hochdruck namens „Cooper“. Jetzt kommt es darauf an, ob „Cooper“ oder „Helga“ die Hoheit über das deutsche Wetter gewinnen. „Helga“ ist ein ebenso kräftiges Tiefdruckgebiet mit seinem Zentrum über Island.

„Helga“ bringt zur Zeit mit ihren Ausläufern milde und feuchte Meeresluft von Westen her nach Deutschland. „Cooper“ schickt uns Kälte. Genau über Deutschland kämpfen „Cooper“ und „Helga“ über die Lufthoheit.

Über Deutschland kommen die westlichen Ausläufer zum Erliegen und lösen sich dann

langsam auf. Dabei kommt es zu meist leichten und geringen Niederschlägen in Form von Regen im Westen mit der Gefahr gefrierenden Regens und in Richtung Osten in Form von leichtem Schneefall. Zwischen diesem Hoch und dem Tief schneite es in der letzten Nacht auf einem Streifen von Mitteldeutschland bis zu den Alpen. Das bedeutete in den Voralpen Neuschnee bis zu maximal 15 Zentimetern.Eine flächendeckende Schneedecke wird es aber im Flachland nicht geben.

Hoch „Cooper“ wird gegen Tief „Helga“ gewinnen

Am Wochenende wird sich „Cooper“ aber gegen „Helga“ endgültig durchsetzen und uns Kälte bringen, weil das Hochdruckgebiet sich immer weiter verstärken kann und Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen wird. Dieses Wetter ist nach allen Bauernregeln und auch nach dem 100-jährigen Kalender Ende Januar bei uns normal und üblich.

„Cooper“ liegt zur Zeit über dem Norden Russlands. Bei teilweise klarem Himmel und windstillem Wetter sorgt das Hoch nachts für weitere Abkühlung. In den letzten Nächten wurden im Norden Russlands Tiefsttemperaturen von minus 20 bis zu minus 34 Grad gemessen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach, eine öffentlich-rechtliche Anstalt und dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zugeordnet, ist zuständig für wissenschaftliche Wettervorhersagen und teilt mit, dass das sich ausbreitende Hoch „Cooper“ in den nächsten Tagen immer mehr Kaltluft zu uns heranführen wird. Das jetzt bereits in Polen herrschende Wetter wird auf uns übergreifen und Tiefstwerte zwischen -9 und –14 Grad Celsius bringen.

Mit "Cooper" kommt der Frost

Das wird aber vermutlich schrittweise geschehen. Auch im Westen kommt es am Sonntag zu leichtem Frost, während im Osten Deutschlands schon minus 10 Grad möglich sind. Kurze Schneeschauer werden nur vereinzelt auftreten. Am Montag wird es auch im Westen schon bis minus 5 Grad gehen.

Deutschlandweit wird ab Dienstag ruhiges Winterwetter herrschen mit Dauerfrost im Osten und Höchsttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt im Westen. In den klaren Nächten wird es aber überall kalt werden: Im Westen bis minus 7 Grad, im Osten bis über minus 10 Grad und in den Tallagen der Alpen bis zu minus 15 Grad.

Der Winter ist noch lange nicht vorbei.

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Dieter Helmut, Dieter Helmut

Dieter Helmut - Dieter Helmut ist Jurist im Ruhestand und schreibt seit Dezember 2010 für suite101. Seine Themenschwerpunkte sind aktuelle ...

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