Der Kraftfahrzeugbestand in Deutschland, Stichtag 01.01.2012

Wie viele Autos gibt es in Deutschland? Zusammenfassung - Jörg Tilmes
Wie viele Autos gibt es in Deutschland? Zusammenfassung - Jörg Tilmes
Am 24.01.2012 veröffentlichte das Kraftfahrtbundesamt Flensburg Zahlen zum aktuellen Fahrzeugbestand. Hier: Die Zahlen im Detail und zu jeder Marke.

Alle Jahre wieder nicht nur Weihnachten, sondern auch die Veröffentlichung der Zahlen, die Aufschluss über den Kraftfahrzeugbestand in Deutschland geben. Wie viele Autos waren 2011 zugelassen? Wie viele Wagen fahren in Deutschland? Wieviele Anhänger gibt es in Deutschland? Welche Automarke hat wie viele Autos Anteil am Gesamtbestand? Antworten gab am 24. Januar 2012 das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg, von dem zu erfahren war, dass zum Stichtag des ersten Tages des Jahres insgesamt 51.735.177 Kraftfahrzeuge und 6.213.903 Anhänger in Deutschland zugelassen waren. Den größten Anteil an dieser Gesamtzahl hatten die Personenwagen mit genau 42.927.647 Exemplaren. Darin enthalten wiederum waren 9.111.165 Volkswagen. Der Wolfsburger Autobauer stellte mit einem Gesamtanteil von 21,2 Prozent den Hauptanteil deutscher Pkw; im Übrigen 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor dem Blick auf die anderen Marken noch der Hinweis darauf, dass Kompaktwagen mit 27,2 Prozent das stärkste Segment bildeten und die Kleinwagen mit 20,2 Prozent dichtauf folgten. Den stärksten Zuwachs gab es im Bereich der Geländewagen, deren Bestand um etwa 16,4 Prozent auf 2,1 Millionen anstieg. Mit Frischluftfans waren rund 1,8 Millionen Cabriolets, also 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr unterwegs.

Der Bestand an Personenwagen in der Emissionsklasse Euro 5 hat sich seit Anfang 2011 mit 5,8 Millionen fast verdoppelt; dies entspricht einem Anteil von 13,5 Prozent aller Pkw. Alternative Antriebe konnten um 6,7 Prozent aufstocken. 4.541 Elektrofahrzeuge und 47.642 Hybridautos waren zum Stichtag 01. Januar 2012 angemeldet. Saisonal genutzte Autos: 1,9 Millionen. Oldtimer mit H-Kennzeichen: 259.000 Stück. Mietwagen: Rund 206.000 Fahrzeuge. Etwa 26,9 Prozent aller Fahrzeughalter haben das 60. Lebensjahr bereit hinter sich. Über die Hälfte aller Kraftfahrzeuge waren zum Stichtag in Nordrhein-Westfalen (10,7 Millionen), in Bayern (9,0 Millionen) sowie Baden-Württemberg (7,2 Millionen) zugelassen.

Ein Blick auf die Marken: Wie viele VW gibt es in Deutschland?

Volkswagen steigerte seinen Anteil an zum 01. Januar 2012 in Deutschland zugelassenen Autos um 1,8 Prozent auf 9.111.165 Exemplare. Dies entspricht einem Anteil von 21,2 Prozent am Gesamtbestand. Konzerntochter Audi ergänzte diesen noch einmal um 2.728.221 Fahrzeuge, stellte damit 6,4 Prozent am Bestand und legte für sich betrachtet um 6,4 Prozent zu. Einen Zuwachs von 9,1 Prozent gegenüber dem Fahrzeugbestand vom 01. Januar 2011 erzielte Skoda; ebenfalls zu VW gehörig und mit 1.269.330 Autos am Gesamtaufkommen an Autos in Deutschland beteiligt. Konzernschwester Seat mit 754.223 nicht ganz so gut, aber für sich betrachtet 3,8 Prozent stärker im Gesamtbestand als 2011. Skoda stellt zum 01. Januar 2012 3,0 Prozent am Gesamtbestand.

Fahrzeugbestand Opel, Ford, Mercedes-Benz in Deutschland

5.199.571 Fahrzeuge mit dem Blitz im Grill wurden zum Stichtag in Deutschland gezählt: Opel verlor allerdings 1,3 Prozent am Gesamtanteil. Auch Ford ließ 0,6 Prozent Federn und erreichte bei der jüngsten Zählung 3.434.665 Fahrzeuge. 12,1 Gesamtanteil am deutschen Fahrzeugaufkommen also für Opel; deren 8,0 für Ford. Um 1,6 Prozent erhöhte sich der Anteil an Autos aus dem Hause Mercedes-Benz zum Stichtag 2012 am deutschen Gesamtbestand, der 3.986.528 Fahrzeuge mit dem Stern auf der Haube umfasste. Ein Mercedes, von dem der Halter glaubte, dass er noch lange dazugehören würde, wurde durch einen Unfall aus der Statistik getilgt und zum 01. Januar nicht mehr gezählt. Ausdruck dafür, welch rasanten Wandel die Zahlen nehmen.

Porsche mit 8,8 Prozent Zugewinn

9,3 Prozent des deutschen Fahrzeugbestandes also waren zum Stichtag von Mercedes-Benz. 179.421 dagegen – eine vergleichsweise geringe Zahl – kamen vom Stuttgarter Nachbarn Porsche. Um beachtliche 8,8 Prozent konnte der Sportwagenbauer seinen Bestand in Deutschland zum Stichtag erhöhen. BMW und Mini kamen auf 3.044.585 Autos, stellten damit 6,4 Prozent des Gesamtaufkommens und verbesserten sich gegenüber 2011 um 3,7 Prozent. Chrysler mit Jeep und Dodge zählten 179.779 Autos ihrer Marken in Deutschland und verloren 2,7 Prozent am Gesamtaufkommen; Konzerneignerin Fiat verbesserte ihren Anteil um 0,4 Prozent auf 1.196.321 Millionen Fahrzeuge in Deutschland. Damit 2,8 Prozent des Gesamtaufkommens stellend.

Von der dazugehörigen Marke Lancia waren zum Stichtag 53.209 Autos in Deutschland zugelassen; 4,9 Prozent weniger als 2011. Das Label scheint zu sterben. Alfa-Romeo stellte 165.847 Fahrzeuge am deutschen Bestand; fast ebenso wie zum Vorjahres-Stichtag (165.914). Der exklusivste Namen im Konzern – Ferrari – legte um 7,3 Prozent zu und zählte 6.657 Wagen mit dem springenden Pferd im Wappen. Citroen verbesserte sich um 2,4 Prozent auf 782.225 Autos in Deutschland. Der Anteil von Hyundai erhöhte sich in Deutschland um 12,6 Prozent auf 615.888 Fahrzeuge. Honda stagnierte in etwa bei 518.732 Autos; Kia verbesserte seinen Anteil am Bestand (0,9 Prozent) um 6,7 Prozent auf 396.614 Wagen. Mitsubishi verlor 1,4 Prozent auf 496.599.

Maserati, Lada, Land Rover, Volvo, Peugeot, Toyota und Saab

Leichte Zugewinne von bis zu 3,0 Prozent zum Gesamtbestand konnten auch Lada (23.730 Gefährte), Maserati (3.980 Stück), Land Rover (64.275 Autos), Suzuki (435.463 Wagen), Volvo (433.556 Limousinen und Kombis), Peugeot (1.269.709 Franzosen) sowie General Motors (37.286 Exemplare) verzeichnen. Toyota mit Lexus stellte 1.370.869 Millionen Autos am deutschen Gesamtbestand; 0,8 Prozent mehr als zum Stichtag 2011. Saab hatte zum Stichtag einen Bestand von 63.535 Autos; 4,4 Prozent weniger und durch die Insolvenz der Firma prognostiziert weiter fallend. So wie bei den ebenfalls insolventen MG Rover, von denen zum neuesten Stichtag noch 84.567 Autos in Deutschland zugelassen waren; 7,3 Prozent weniger als zum Vojahresbeginn.

Blick zurück: Fahrzeugbestand zum 01. Januar 2011

Renault und Dacia steuerten 2.219.760 Autos zum deutschen Gesamtbestand bei; nur 0,9 Prozent mehr als zum Vorjahr. Smart hingegen legte um 4,9 Prozent zu und zählte 359.369 Fortbewegungsmittel. Sonstige, also Bentley, Rolls-Royce, Wiesmann, Maybach und andere Exoten waren mit 107.748 Autos am Gesamtbestand beteiligt, der sich insgesamt um 1,5 Prozent erhöhte und sich auf die Personenwagen bezogen auf 42.927.647 Stück belief; 42.301.563 waren es zum Stichtag des 01. Januar 2011. Der Motorradbestand erhöhte sich um 2,1 Prozent. Unter den rund 3,9 Millionen Krafträdern wurden fast 112.000 leichte vierrädrige Quads gezählt, die sich nach Aussage des Kraftfahrtbundesamtes um 5,3 Prozent höheren Zuspruchs erfreuen konnten.

Für Porsche greift Jörg Tilmes selbst zum Lappen, Jörg Tilmes

Jörg Tilmes - Was Sie von mir an dieser Stelle erwarten dürfen? Artikel zu Themen aus dem Bereich der Fernsehbranche, mit der ich seit 1999 ...

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