Rosmarin als heilendes GewürzRosmarinus officinalis stärkt den Körper08.09.2009 Cindy Maréchal Rosmarin stammt ebenso wie der Salbei und die Pfefferminze aus der Familie der Lippenblütler. Die Blätter des Rosmarins (Rosmarinus officinalis) schmecken herzhaft würzig und leicht bitter. Sie werden hauptsächlich zum Würzen von Kartoffeln aber auch von Fleischgerichten wie Schwein, Lamm oder auch Thunfisch verwendet. Herkunft und Vorkommen von Rosmarinus officinalisDie inzwischen weltweit bekannte Würzpflanze wuchs ursprünglich an den Küsten des Mittelmeerraums und wird heute in wärmeren Regionen Europas - unter anderem in Holland, Frankreich und England - angebaut. Rosmarin ist zunehmend auch in deutschen Gärten an sonnigen Plätzen zu finden. Wirk- und Inhaltsstoffe des RosmarinsNeben einzelnen Vitaminen (A, B1, B3, E), Mineralstoffen und Spurenelementen (zum Beispiel Eisen) sind außerdem noch essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren (wie Glycin, Isoleucin, Histidin, Tryptophan und so weiter), einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe im Rosmarin zu finden. Zu den Hauptwirkstoffen des beliebten Würzkrautes gehören weiterhin ätherisches Öl sowie gesundheitswirksame Substanzen wie Flavonoide, Bitterstoffe, Saponine und Gerbstoffe. Wirkungen der Pflanze auf die GesundheitRosmarin gehört wie Salbei und Thymian zu den verdauungsfördernden Kräutern und ist besonders bei Blähungen hilfreich. Das Kraut wirkt weiterhin auf Nerven und Kreislauf stimulierend. Bei nervösen Kopfschmerzen, Neuralgien und Erkältungen hilft meist ein leichter Rosmarin-Aufguss, außerdem ist er als keimfreie Gurgellösung geeignet. Ein Tee aus Rosmarin wird zur Gedächtnisstärkung empfohlen. Bei Rheuma hat sich Rosmarin ebenso bewährt. Die Auszüge des blühenden Rosmarinkrauts wirken im Badewasser beruhigend auf die Nerven. In Rosmarin sind zudem Substanzen enthalten, die chemisch gesehen den Antioxidanzien Butylhydroxytoluol (BHT) und Butylhydroxyanisol (BHA) sehr ähnlich sind. In der Lebensmittel-Industrie werden deshalb schon länger Extrakte aus Rosmarin verwendet, damit sie antioxidativ wirken können. Diese Stoffe verringern erwiesenermaßen durch ihre Wirkung das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Immunstärkende Effekte des mediterranen GewürzesIn verschiedenen Studien wurde deutlich, dass das beliebte Gewürz anti-entzündliche Eigenschaften besitzt und somit den Entzündungsstoffwechsel sowie letztlich das Immunsystem positiv beeinflusst. Weiterhin scheint es antimikrobiell und antioxidativ und - wie oben bereits beschrieben - auch krebshemmend zu wirken. Allergische Reaktionen auf RosmarinIn den letzten Jahren wurde mehrfach von allergischen Reaktionen nach dem Verzehr von Rosmarin berichtet. Ähnlich wie der Salbei und wie die Pfefferminze besitzt auch Rosmarin allergenes Potenzial, welches sich häufig in einer Kontaktallergie äußert. Aus diesem Grund sollten insbesondere Allergiker von einer therapeutischen Anwendung von Rosmarin absehen und immer ärztlichen Rat einholen. Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel den ärztlichen Rat nicht ersetzen kann! Literatur:Altinier G, Sosa S, Aquino RP, Mencherini T, Della Loggia R, Tubaro A: Characterization of topical antiinflammatory compounds in Rosmarinus officinalis L. J Agric Food Chem. 55 5 (2007) 1718-23 Martínez-González MC, Goday Buján JJ, Martínez Gómez W, Fonseca Capdevila E: Concomitant allergic contact dermatitis due to Rosmarinus officinalis (rosemary) and Thymus vulgaris (thyme). Contact Dermatitis. 56 1 (2007) 49-50 Martínez-Tomé M, Jiménez AM, Ruggieri S, Frega N, Strabbioli R, Murcia MA: Antioxidant properties of Mediterranean spices compared with common food additives. J Food Prot. 64 9 (2001) 1412-9 González-Mahave I, Lobesa T, Del Pozo MD, Blasco A, Venturini M: Rosemary contact dermatitis and cross-reactivity with other labiate plants. Contact Dermatitis. 54 4 (2006) 210-2 Inui S, Katayama I: Allergic contact dermatitis induced by rosemary leaf extract in a cleansing gel. J Dermatol. 32 8 (2005) 667-9 Klancnik A, Guzej B, Kolar MH, Abramovic H, Mozina SS: In vitro antimicrobial and antioxidant activity of commercial rosemary extract formulations. J Food Prot. 72 8 (2009) 1744-52 Urheberrecht: Cindy Maréchal. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
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