Pilze richtig sammeln und bewusst genießenDie Pilzsaison optimal nutzen und gesund essen17.09.2009 Cindy Maréchal
Waldpilz, essbar oder nicht? - Cindy Werder
Nur wenige Wochen im Jahr können sich die Pilzsammler an ihrer beliebten Freizeitbeschäftigung erfreuen. Denn in Deutschland ist die Mehrzahl der Waldpilze je nach Wetterlage meist nur im Spätsommer bis zum frühen Herbst (von Ende August bis etwa Mitte Oktober) vor dem ersten Frost zu finden. Die häufigsten Pilzarten in deutschen WäldernIn mitteleuropäischen Wäldern sind verschiedene Speisepilze anzutreffen, die in Aussehen, Geschmack und Aroma stark variieren. Allgemein bekannt und entsprechend beliebt sind:
Kenner wissen auch den Riesenschirmpilz (Parasolpilz) zu schätzen, er ist bevorzugt auf Waldlichtungen zu finden. Im Handel erhältlich sind zudem:
Viele Speisepilze haben ungenießbare oder sogar giftige Doppelgänger. Um essbare von giftigen Sorten zu unterscheiden, sollten Pilzsammler eben auch die giftigen und damit nicht essbaren Pilze kennen. Hierzu zählen zum Beispiel:
Inhaltsstoffe von PilzenPilze bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Sie enthalten mehr Eiweiß als die meisten Gemüsesorten und liefern dem Körper wertvolle Ballaststoffe und Vitamine. Darüber hinaus sind Pilze gute Quellen für Kalium und einige Spurenelemente. Zudem enthalten Pilze auch Hydrazine und Nitrosamine, die sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen haben und damit auch für Menschen gefährlich sein können. Da Pilze allerdings meist nicht in größeren Mengen verzehrt werden, sondern eher als schmackhafte Beilage zu verschiedenen Speisen, gelten die letztlich im Körper feststellbaren Hydrazinwerte als unbedenklich. Sowohl in wildwachsenden als zum Teil auch in gezüchteten Pilzen sammeln sich die Schwermetalle Cadmium und Blei an. Gesundheitswirkungen von PilzenLange Zeit wusste man nur wenig über Pilze, erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Vergiftungserscheinungen mit dem Genuss von Pilzen in Verbindung gebracht. Viel später stellte man erst fest, dass einige Pilzarten durchaus stimulierend auf das Immunsystem wirken können. In verschiedenen Studien konnten für die Pilze Ling Zhi (Reishi) und auch für den Shiitake-Pilz sowie für das Teepilzgetränk Kombucha immunstärkende Effekte nachgewiesen werden. Inwieweit dies auch auf andere Sorten und damit auf die Pilzarten in deutschen Wäldern zutrifft, ist noch nicht ausreichend erforscht. Sammeln, Lagern, Verarbeiten und Zubereiten von WaldpilzenDie Pilze sollten mit einem spitzen Messer unterhalb des Stieles abgeschnitten, die Wurzel dabei im Boden belassen werden. Am Besten werden Pilze im offenen Korb und nicht in Plastiktüten transportiert. Unter Luftabschluss verderben sie sehr schnell und werden matschig. Getrocknete Pilze haben meist einen intensiveren Geschmack als frische und werden oft zur Geschmacksverfeinerung verschiedenen Speisen oder Soßen zugefügt. Allgemein gelten Pilze als kalorienarmes, gesundes Gemüse und sollten in der gesunden Küche nicht fehlen. Tipps für Pilz-Fans
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