Zimtschnecken selbstgebacken

Rezept für die schwedische Kanelbulle

27.02.2008 Berit Ganzow

Wer schon mal in Schweden war kennt sie bestimmt: die Kanelbulle, eine Hefeschnecke mit Zimt-Zucker-Füllung. Und hier gibt es das Rezept dazu.

Kanelbullar, Hefeteilchen mit einer Füllung aus Zimt und Zucker und bestreut mit Hagelzuckerkörnchen, finden sich in jedem schwedischen Café wieder und werden bei einem Städteurlaub in Schweden schnell zum täglichen Snack. Die kurze Kaffeepause zwischendurch wird nämlich meist schon dadurch verlängert, dass man normalen Filterkaffee kostenlos nachgeschenkt bekommt und dann, so ganz allmählich meldet sich der Magen und verlangt nach ein wenig fester Nahrung, wie z.B. einer Zimtschnecke. Zudem kann man sich nicht nur in gemütlichen Cafés die Zweisamkeit von Kaffee und Gebäck schmecken lassen. Auch die zahlreichen Pressbyrås (eine Kioskkette) bieten das unschlagbare Angebotspaket „Kaffe och Bulle“ für 15 Kronen (etwa 1,60 €) an, für den schnellen Genuss zwischendurch.

Das süße Hefegebäck lässt sich aber auch zu Hause leicht herstellen. Nach dem Backen eingefroren und bei Bedarf aufgetaut und am Besten wieder leicht im Ofen erwärmt, ist es auch Ideal bei spontanem Besuch.

Geschmackliche Abwechslung erhält man durch z.B. die Beimischung von Schokolade oder Nüssen.

Eine Besonderheit bei schwedischen Rezepten im allgemeinen ist, dass nur wenige Zutaten in Gramm gewogen werden. Hier werden nicht nur flüssige Zutaten in Dezilitern gemessen, sondern auch Mehl und Zucker. Und dadurch wird auch beim folgenden Rezept der Messbecher häufiger als bei uns üblich herangezogen werden.

Zutaten

Für den Teig:

  • 50 Gramm Hefe
  • 5 dl Milch
  • 100-150 Gramm Butter oder Margarine
  • ½ Tl Salz
  • 1-1,5 dl Zucker
  • 13 dl Weizenmehl

Für die Füllung:

  • etwas Butter oder Margarine
  • Zimt, Zucker, Kardamom
  • 1 Ei und Hagelzucker zum Bestreuen

Und so wird’s gemacht

Das Fett wird im Topf geschmolzen, die Milch dazu gegossen und diese Mischung dann so lange auf dem Herd gelassen, bis sie Fingerwarm ist und somit die optimale Temperatur für die Hefe hat. Nun werden alle Zutaten gut verknetet. Dem Teig sollten dann mindestens 45 Minuten Zeit gelassen werden zu gehen.

Die Teigmenge nun am Besten in drei Portionen teilen, die getrennt voneinander verarbeitet werden. Die Portionen werden auf einer gemehlten Arbeitsfläche ausgerollt, mit Butter bestrichen (es bietet sich hierbei an, die Butter zu schmelzen) und dann nach Geschmack mit Zimt, Zucker und Kardamom bestreuen (man kann, wie gesagt, auch gerne gemahlene Nüsse oder Schokolade in die Füllung geben, dem Einfallsreichtum seien hier keine Schranken gesetzt). Dann die Teigplatte aufrollen und in Stücke schneiden – und schon sind die Schnecken fertig, sollten allerdings nochmal 40 Minuten gehen. Nun kann man sie mit dem verquirlten Ei bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und sie bei 250°C etwa 5-10 Minuten backen. Möchte man lieber einen Hefezopf formen, braucht dieser 20 Minuten bei nur 200°C. Am Besten noch warm genießen...

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