Faszination UnterwasserfotografieTipps für gelungene Unterwasserbilder für Hobbyfotografen31.08.2009 Stefan Dassler
Faszination Unterwasserfotografie - Stefan Dassler
Um der Unterwasserwelt im Mittelmeer oder im Roten Meer ihre Geheimnisse zu entlocken, benötigen Sie außer einer Digitalkamera nur etwas Know-how und Zubehör. Der besondere Reiz der Unterwasserfotografie liegt darin, dass unter Wasser eine völlig andere Welt beginnt. Licht, Farben und Größenverhältnisse gehorchen unter Wasser anderen Gesetzen als an Land. Schnorcheln oder mit AtemgerätJe nachdem ob Sie Schnorcheln oder mit Atemgerät tauchen, fällt die Fotoausrüstung unterschiedlich aus. Die Korallenblöcke im Roten Meer reichen bis an die Oberfläche. Hier ist für das Schnorcheln eine wasserdichte Kamera oder alternativ ein wasserdichtes Plastikgehäuse beziehungsweise ein Unterwasserbeutel notwendig. Wenn Sie dagegen mit Atemgerät tauchen, dann muss ein spezielles Gehäuse des Kameraherstellers oder von Drittanbietern verwendet werden. Dieses ist bis zu 40 Meter und mehr wasserdicht und druckbeständig. Motivideen für HobbyfotografenIn der Unterwasserfotografie unterscheidet man meist in reizvolle Unterwasserlandschaften, interessante Meeresbewohner, Makroaufnahmen, Nachtaufnahmen und Split-Shots (Halb-Halb-Aufnahmen). Nachfolgend finden Sie einige Motivideen:
Tipps zur Umsetzung – Wie gelingen Unterwasserfotos?Die folgenden Tipps sind als Anregungen zu verstehen. Experimentieren Sie davon ausgehend weiter.
Das Wasser absorbiert schon ab fünf Meter den Rotanteil des Lichts. In 20 Meter Tiefe ist auch Gelb kaum noch zu erkennen. Danach verschwindet der Grünanteil. Ab etwa 40 Meter beginnt „The Deep Blue“. Da hier der Blauanteil des Lichts überhand nimmt, haben die Meeresbewohner auf den Fotos einen Blauschimmer. Am besten nehmen Sie die Bilder im RAW-Format auf und nehmen später am Computer den Weißabgleich sowie weitere Bildkorrekturen vor.
Die Farbanteile des Lichts werden nicht nur vertikal, sondern auch horizontal absorbiert. Möchte man in geringer Tiefe eine Meeresschildkröte vor roten Korallen in fünf Meter Entfernung abbilden, so bekommt man ohne Zusatzlicht keine Rottöne mehr aufs Bild. Zudem machen sich die Schwebeteilchen im Wasser unangenehm bemerkbar. Daher: Möglichst dicht ran ans Motiv.
Die beste Unterwasser-Fotozeit ist von 11 bis 14 Uhr. Die Sonnenstrahlen dringen dann am Mittelmeer auch in größere Tiefen vor. Um möglichst viel natürliches Licht einzufangen, fotografieren Sie eine hübsche Spiegeleiqualle am besten von unten nach oben oder kippen Sie, wenn möglich, die Kamera leicht nach oben.
Bei Weitwinkel-Aufnahmen trifft mehr Licht auf den Sensor der Kamera. Dies mindert die Verwacklungsgefahr deutlich. Um das geringe Lichtangebot unter Wasser bei der Aufnahme von Haien und Mantas optimal zu nutzen, stellen Sie am besten eine mittlere bis kleine Blendenzahl ein.
Unter Wasser wackeln nicht nur die Tiere – wie Schildkröten, Seekühe und Clownsfische -, sondern aufgrund der Strömung auch der Fotograf. Versorgen Sie sich vor dem Tauchgang mit der richtigen Bleimenge. Um scharfe Unterwasserfotos zu erzielen, sollten Sie die Kamera möglichst gerade halten, leicht ausatmen und beim Auslösen ausgeatmet bleiben. Zudem sollte man auf eine kurze Belichtungszeit achten und notfalls die ISO-Zahl hochsetzen. Auf Suite 101 finden Sie auch Artikel zu den Themen Tierfotografie, Landschaftsfotografie und Architekturfotografie. Urheberrecht: Stefan Dassler. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
Mehr in Computer & Technik
|