Faszination PorträtfotografieTipps für gelungene Porträtbilder für Hobbyfotografen19.11.2009 Stefan Dassler
Faszination Porträtfotografie - Stefan Dassler
Ein besonderer Reiz der Porträtfotografie ist es, nicht nur die körperlichen Vorzüge einer Person herauszustellen, sondern auch ihren Charakter wiederzuspiegeln. Dabei sind Location und Licht die entscheidenden Gestaltungselemente. Vertrauen aufbauenVersuchen sie zunächst Vertrauen zu der Person, die Sie fotografieren, durch ein Vorgespräch aufzubauen. Achten Sie im Gespräch genau darauf, wie sich die Gesichtszüge der Person verhalten, wenn sie lacht oder ernst schaut. Machen Sie Testaufnahmen und besprechen Sie diese mit dem Model. Geben Sie dem Model freundliche, klare und positiv formulierte Anweisungen während des Shootings. Motivideen für HobbyfotografenPorträts lassen sich unter anderem in objektive und inszenierte Porträts, Schnappschüsse und arrangierte Beauty-Aufnahmen einteilen. Nachfolgend finden Sie einige Motivideen:
Tipps zur Umsetzung – wie gelingen Porträtfotos?Die folgenden Tipps sind nur als Anregung zu verstehen. Experimentieren Sie damit kreativ.
Als Equipment besonders in Innenräumen empfehlen sich ein Stativ, ein Reflektor und ein externer Blitz (für indirektes Blitzen). Eine Brennweite des Objektivs der Spiegelreflexkamera von etwa 50 bis 100 mm (KB) genügt. Um den Hintergrund des Porträts unscharf abzubilden, sollten Sie einen niedrigen Blendenwert (sprich große Blendenöffnung) zwischen 2,8 und 5,6 wählen. Im Modus „Porträtautomatik“ nimmt die Kamera die wichtigsten Einstellungen selber vor.
Für ein Porträt von einem lebenslustigen, natürlichen Menschen empfiehlt sich unkompliziertes, schattenfreies Licht (Available Light). Um den fröhlichen Ausdruck eines Menschen abzubilden, bietet sich eine Aufnahme bei Tageslicht mit einer leichten Wolkenschicht am Himmel an. Bei einer ernsten Person kann das Licht, das weich durch ein Fenster fällt, die Stimmung im Foto erhalten. Faustformel: Fröhliche Menschen mitten im Leben fotografieren, nachdenkliche Menschen in räumliche Bezüge stellen.
Gerade bei Innenaufnahmen können Sie mit dem Bildausschnitt spielen. Ein harter Bildanschnitt von Augen, Nase und Mund gibt dem Motiv eine künstlerische Note. Wechseln Sie auch die Perspektive – mal von vorn, seitlich oder mit leichter Aufsicht. Vorsicht bei der Froschperspektive: Die fotografierte Person wirkt dann schnell arrogant. Sie trägt die Nase oben.
Sie benötigen für ein klassisches Porträtfoto mindestens zwei bis drei Lichtquellen. Ein Auflicht (Hauptlicht) sollte leicht von der Seite gesetzt werden und eine Aufhellung von der anderen Seite durch einen Reflektor. Hintergrundbeleuchtung ist empfehlenswert. Optional kann ein Gegenlicht gesetzt werden, um das Porträt vom Hintergrund zu trennen.
Für Porträts empfiehlt sich ein ebenmäßiges, ruhig etwas kräftiger aufgetragenes Make-up. Verwenden Sie einen hochwertigen Puder, da Billigprodukte oft das Gesicht beim Aufblitzen weiß erscheinen lassen.
Schwarz-weiß Fotos haben eine zeitlose Ausstrahlung. Am besten machen Sie zuerst reguläre Farbporträtfotos und erzeugen dann per Bildbearbeitung am PC die schwarz-weiß Bilder. Auf diese Weise entstehen effektvollere Bilder, wenn alle Farbinformationen erhalten sind. Auf Suite 101 finden Sie auch Artikel zu den Themen Tierfotografie, Makrofotografie und Fotovermarktung. Urheberrecht: Stefan Dassler. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
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