Faszination MakrofotografieTipps für gelungene Makroaufnahmen für Hobbyfotografen12.11.2009 Stefan Dassler
Faszination Makrofotografie - Stefan Dassler
Der besondere Reiz der Makrofotografie besteht darin, eine Welt der kleinen Dinge (beispielsweise Insekten, Blüten, Modellautos) mit ihren Besonderheiten abzubilden. Dies ist eine Welt von Details, die wir normalerweise übersehen. Motivideen für HobbyfotografenVor allem Blüten, Insekten und Obst sind wichtige Motive der Makrofotografie. Außergewöhnliche Aufnahmeperspektiven und kreative Lichtführung eröffnen immer wieder eine neue Sicht auf die Welt der kleinen Dinge. Nachfolgend finden Sie einige Motivideen:
Tipps zur Umsetzung – Wie gelingen Makroaufnahmen?Die folgenden Tipps sind nur als Anregungen zu verstehen. Experimentieren Sie damit kreativ.
Idealerweise verwendet man ein spezielles Makroobjektiv ab 100 mm Brennweite für die Spiegelreflexkamera. Wer Insekten im Flug abbilden möchte, sollte über eine Kamera mit sehr hoher Serienbildgeschwindigkeit von mindestens fünf Bildern pro Sekunde verfügen. Verwacklungen bei Makrofotos kann man minimieren durch Verwendung eines Dreibeinstativs und eines Fernauslösers. Bei Blumen und Insekten im Freien gibt die Natur Lichtrichtung und Lichtstärke vor und damit auch oftmals harte Schatten. Mittels Aufhellreflektoren lassen sich dunkle Bereiche abmildern. Eine schattenfreie Ausleuchtung erreicht man auch mit einem Ringblitz, der ein weiches, diffuses Licht erzeugt.
Kräftige Farben einer Rose erreicht man mithilfe eines Polfilters. Zudem lassen sich damit auch mögliche Reflexionen reduzieren. Für eine kreative Unschärfe beispielsweise einer Gerbera wählen Sie einen kleinen Blendenwert (sprich große Blendenöffnung). Dadurch wird nur ein kleiner Bereich des Objektes scharf abgebildet und der Hintergrund versinkt in Unschärfe. Hilfreich bei Blütenmakros sind Stativ, Aufhellreflektoren und Ringblitz.
Die meisten Insekten bewegen sich im Flug sehr schnell – somit ist eine kurze Belichtungszeit von 1/500 und kürzer zu empfehlen. Um Insekten im Flug scharf abzubilden, bieten sich drei Methoden an: die Fokusreihe, das manuelle Vorfokussieren und eine selbstgebaute Lichtschranke. Bei der Fokusserie stellen Sie manuell zunächst etwas hinter oder vor das Insekt scharf. Nun drücken Sie den Auslöser durch und fokussieren, während die Kamera Serienbilder schießt, manuell einfach in Richtung des Tieres. Bei der Methode des manuellen Vorfokussierens suchen Sie sich einen Standort, an dem beispielsweise eine Libelle immer wieder vorbeikommt. Fokussieren Sie nun manuell vor und schalten Sie die Kamera danach wieder auf Autofokus. Jetzt muss der Autofokus in der Regel nur noch wenige Millimeter oder Zentimeter scharfstellen. Die Methode der selbstgebauten Lichtschranke erfordert etwas handwerkliches Geschick. Eine Lichtschranke wird mit einer Art Flugtunnel verbunden, aus dem die Insekten herausfliegen können. Dabei wird von den Insekten automatisch die Kamera ausgelöst. Um die Belichtungszeit zu reduzieren, empfiehlt sich ein Blitz.
Für das Shooting sollten Sie reichlich frisches, unbeschädigtes Obst zur Verfügung haben. Glatte Oberflächen wie bei einer Kirsche kann man vorab behutsam polieren. Einen verstärkten Glanz erzielt man auch mit etwas Haar- oder Glanzspray sowie mit Handcreme. Sollte bei der Aufnahme wegen zu wenig Kontrast der Autofokus versagen, kann man sich auch mit einer dünnen Nadel oder einem Preisschild mit Barcode behelfen, um darauf scharf zustellen. Auf Suite 101 finden Sie außerdem u.a. Artikel zu den Themen Landschaftsfotografie, Tierfotografie und Fotovermarktung. Urheberrecht: Stefan Dassler. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
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